10. Mai 2013

Dokumentation: Blauregen als Hochstamm

Abgelegt unter: Blauregen Hochstamm, Info — Daria @ 20:59

Ich liebe Blauregen. Alle alten, verholzten Kletter- und Rankpflanzen strahlen so eine Ruhe aus, finde ich. Und Stärke.
Blauregen mag ich besonders, weil er so schlingend wächst, und dabei fast monströs dickstämmig wird, sich seinen Weg sucht und sich dann mit wunderschönen lavendelblauen Blütentrauben vollhängt.

Ich hätte ihn gerne am Haus – am ganzen Haus ;-)
Aber erstens mag ich auch Clematis sehr gerne, hier vor allem die Vielfalt und Schnellwüchsigkeit und dass sie in alle Richtungen gleichzeitig zu wachsen scheint, in ihrer Grazilität auch Luftbbrücken baut bis sie wieder Halt unter den Füßen” findet. Und davon gibt es hier schon einige, auch am Haus, sowie Kletterhortensien, verschiedene Geissblätter, eine Klettergurke und Klettertrompeten.

Und zweitens wächst Blauregen leider auch lichtfliehend, so dass man an einem 100 Jahre alten Haus mit entsprechend porösen Ziegelsteinen und Fugen, die nicht wie gerade neu gemacht aussehen und beschaffen sind, eine Menge zu tun hat, ihn vom Aufbrechen letzterer abzuhalten.
Er wächst dabei auch so schlingend und würgend, dass man ihn nicht in die Nähe von Fallrohren, Dachrinnen, Antennen etc kommen lassen darf, so dass er also ein sehr stabiles (und teures) Rankgerüst braucht, das man ebenfalls an dem 100 Jahre alten Haus mit porösen Ziegelsteinen und Fugen, die nicht wie gerade neu gemacht aussehen und beschaffen sind, befestigen muss. Nicht sooo leicht.

Nun gut.
Vor allem bekommt aber der Lüthjenhof-Herr immer Herz-Rhythmus-Störungen wenn ich sage, dass ich gern einen Blauregen am Haus hätte. Er findet die auch schön, aber sein Ohr hört vor allem, dass die Pflanze sein Haus kaputt machen will und er weiss ja auch, dass ich es dann doch nicht schaffen werde, den Blauregen in Schach zu halten, denn der Beschneide-Aufwand ist bei dieser Pflanze enorm, meine Zeit aber endlich und ausserdem würde ich mich wohl schwertun, die schöne Pflanze allzu stark zu beschneiden ;-)

Also habe ich mich entschieden, die schonmal prophylaktisch gekaufte Pflanze *dumdidum* zu einem Hochstamm zu erziehen. Dazu habe ich stundenlang alles gewälzt, was ich an Informationen finden konnte – und Hand angelegt. Der gekaufte Blauregen ist, glaube ich, zweijährig. Er hatte einen Haupttrieb und ganz oben schon eine Verzweigung, eine kleine Gabelung, so dass er oben jetzt zwei verholzte Tiebe hat.
Ich habe alle Seitentriebe plan abgeschnitten, die zwei Haupttriebe oben sind schon beim Kauf auf etwa 10 cm Länge ab der Gabelung gekappt gewesen. Die Seitentriebe an den Haupttrieben habe ich wiederum um etwa 1/3 gekürzt bzw. so weit, dass sie nun alle ähnlich lang sind.

Ein bisschen was muss ich noch verändern: Den Blauregen vom Führungsstab abpulen und ihm ein Begleitgerüst aus 3 Stäben zur Seite stellen.
Da liest man allerdings Unterschiedliches. Die einen sagen, man braucht nur einen Stab an den man die Pflanze locker anbindet. Andere empfehlen eben so ein 3-Stäbe-Gerüst.
Aber vor allem frage ich mich: Auf Bildern sieht man meist bei Blauregen-Hochstämmen, dass sich mehrere Haupttriebe ineinander verschlungen haben, der Stamm sieht dann ein bisschen aus wie ein Tau. Ich habe aber auf etwa 1,5m nur EINEN Haupttrieb. Soll ich nun einfach warten, dass dieser dicker und stammähnlicher wird? Oder sollte ich einen Seitentrieb, der sich relativ weit unten wieder neu bilden wird, nicht abschneiden sondern als zweiten Haupttrieb (und ebenso noch einen dritten) ziehen, damit der Stamm mehr Stabilität bekommt?

Weiss da jemand von Euch Rat?

Auf jeden Fall bin ich gespannt, was passieren wird und wie er wächst – und blüht natürlich.
Den Fortgang, und was ich am Blauregen beschneide oder forme oder oder oder will ich hier dokumentieren – für mich, und für diejenigen, die es noch interessiert.

Heute gepflanzt:

DSC_2692 (Groß)

22. April 2013

Nützliches & (un-)Brauchbares

Abgelegt unter: Garten, Stricken — Daria @ 12:47

Ich habe ein bisschen Filzwollreste verarbeitet.
Grundsätzlich mag ich Gefilztes sehr gerne und ich würde gern mehr strick-filzen. Aber da fragt sich immer: Ja, was denn?

Hausschuhe?
Ja, sind hübsch. Aber ich mag es nicht wenn man rutscht in Hausschuhen. Latexmilch drunterschmieren mag ich auch nicht, sieht irgendwie unschön aus, das wird nie so sauber, wie ich es haben will. Ledersohle gegennähen habe ich auch schon versucht. Mit dem Ergebnis bin ich optisch und funktionell auch nicht zufrieden. Und schlussendlich schwitze ich in den Filzschuhen – warum auch immer, schliesslich sind sie aus Wolle…

Schalen?
Auch ganz nett anzusehen. Aber für Obst gibt es hier diverse handgearbeitete Keramiken, die ich schöner finde. Ich wüsste nicht wirklich, was reintun in den Korb. Wollknäule vielleicht, aber dafür wäre der definitiv zu klein…

Diese Etuis finde ich auch noch ganz schick.
Aber ebenfalls zu klein für meinen Bedarf.

DSC_2548 (Groß)

Nun, also habe ich die Reste zu einer Unterlage verarbeitet, die mir im Garten auf der Bank beim Stricken gute Dienste leisten wird. Wenn es draussen zwar schon wärmer aber noch nicht warm ist,  man noch eine Strickjacke und etwas Warmes zu Trinken braucht, wenn die Finger noch ein bisschen Kältesteif sind – oder wenn man mal wieder zu lange auf der harten Holzbank gesessen hat (ich mag keine Sitzkissen).

DSC_2547 (Groß)

15. April 2013

Meditation der anderen Art

Abgelegt unter: Allgemein, Garten — Daria @ 21:10

Gartenarbeit.
Arbeiten mit den Händen.
Fühlen, wie viele und welche Muskeln der Körper hat und wo diese sitzen. Am nächsten Tag dann, also heute.
Klamotten, die vor Schlamm, Schweiss und Grasflecken strotzen. Hände, die man immer wieder eincremen könnte ohne wirklich eine Veränderung zu spüren.

Was der Bagger im letzten Herbst umgegraben hat, wird wieder an Ort und Stelle zurück gebracht.
Dabei wird die Terrasse etwas verändert, der Ort etwas verschoben, mehr Grün kommt drumrum, Zwiebeln in die Erde gebuddelt, Stauden und andere kleine Pflänzchen eingesetzt. Dabei das Erdniveau wieder hergestellt, begradigt, Steine und Schutt ausgegraben. Selektiert nach Schutt, Beetumrandung, Findling für andere Stellen. Nebenbei hartnäckig wiederkehrendes und unerwünschtes Unkaut beseitigt. Und Hühner verscheucht, die die Rasensamen als nette Abwechslung auf ihrem Speiseplan sehen.

Das Beste war die Dusche danach :-)

Jetzt kann man in der Sonne sitzen und stricken dort, wo ursprünglich der alte Heizraum war.

DSC_2510 (Groß)

Warten auf das Keimen der Rasensaat, auf das sich ausbreitende grüne Beet/Bett. Und auf die Sonne, die die Terrasse erst richtig aufheizt und die Pflanzen zum Grünen und Blühen bringt.

14. April 2013

Abgelegt unter: Garten — Daria @ 19:13

Auch endlich geschafft.
Aber weil ja jetzt beschlossenermaßen Frühling ist, geht das mit dem Keimen und Wachsen doch ganz schnell.

DSC_2506 (Groß)

Jetzt muss der Maurer von gegenüber nur noch die Baustahlmatte liefern, damit ich das Gurken-Kürbis-Melonen-Klettergerüst an die Wand bringen kann.
Mit Tomaten hab ich ja immer nicht so dolles Glück. Irgendwie werden die bei mir nicht, ich hab schon viel ausprobiert. Dieses Jahr werde ich sie zum ersten Mal direkt in die Erde pflanzen, vor eine Südwand. Zusätzlich bekommen sie ein Tomatengewächshaus – oder auch Plastikfolie, und gemulcht werden sie. Mal sehen, ob die Erfolge dadurch größer werden.

4. März 2013

endlich Sonne!

Abgelegt unter: Freude, Garten, Jahreszeiten — Daria @ 19:24

Und der erste Tag nach der Versenkung in Krankheit. Unterirdisch…was Viren alles mit einem machen können.
Wir arbeiten an freien Nasen, an Köpfen ohne Pochen, an Muskeln ohne Kater und an Nasennebenhöhlen mit nur Luft drin…und die Sonne hilft.

Fahrzeuge an Kindergrößen anpassen, die sich über den Winter verändert haben, Baby mit Spielzeug ausstatten, Decke drauf, Tee kochen und Strickzeug mitnehmen – und perfekt war der Nachmittag im Hof.

DSC_2373 (Groß)

…da fiel auch fast nicht mehr auf, dass Lotti zum Abend leider doch noch einen Fieberschub hingelegt hat…

14. Januar 2013

Winterspaziergang für verstopfte Nasen

Abgelegt unter: Garten, Jahreszeiten — Daria @ 16:04

DSC_1745 (Groß)

DSC_1747 (Groß)

DSC_1748 (Groß)

DSC_1751 (Groß)

DSC_1752 (Groß)

6. Dezember 2012

Schnee und Kinder

Abgelegt unter: Charlotte, Garten, Theodor — Daria @ 10:35

Ziehen sich ja magisch an. Jedes Jahr wieder zu beobachten und (mir) unverständlich – ich finde Schnee doof.
Der erste Schneemensch entstand vor ein paar Tagen, gleich nachdem morgens aufgestanden wurde und Entzückensschreie ausgestoßen wurden. Lotti hat auch gleich festgestellt, dass die Kinder in Bullerbü auch so geschrieen hätten als der erste Schnee des Jahres gefallen war. Na dann…

DSC_1533 (Groß)

Die zweite Schnee-Ladung, die jetzt auch liegen geblieben ist, eignet sich allerdings eher nicht zum Schneebauen weil er so pulverig ist, dass nix bappt. Dafür kann man da prima Popo-Rutschen. Wir haben an die Rutscher ein langes Seil geknotet und nun können wir also kleine Kinder zentrifugieren ;-) Mal gucken, ob ich davon noch ein Foto hinbekomme – bei der letzten Gelegenheit hat mich das Baby beschäftigt gehalten, während die Großen draussen waren, da war nichts mit Kamera.

23. November 2012

Sachensucher

Abgelegt unter: Garten, Handarbeiten, Stricken — Daria @ 14:44

Im Sachensuchen bin ich ja fast genauso erfolglos wie Pippi Langstrumpf. Jedenfalls immer wenn ich etwas suche, kann ich es gleich lassen weil ich es sowieso nicht finde. Geht mir allen voran mit Schlüsseln so, die ich leidenschaftlich oft verlege. Mein Portemonaie rangiert gleich dahinter.

Und als ich nun so heute morgen dachte, ich sollte ein fertig gewordenes Set noch schnell fotografieren, bevor ich es verschicke, gesellte sich ein Objekt in meinen Sichtbereich, das ich schon suche seit es das letzte Mal warmes, schönes Wetter war.
Hose und Fischerpulli passen sich schön Ton in Ton in die Natur ein, hier im Heu-Nest, was Theo und Lotti in tagelanger Arbeit angelegt haben.

DSC_1501 (Groß)

Und das Nest haben sie mit kleinen Bastelscheren angelegt. Da die Wiese groß ist und die Nester auch groß genug werden sollten, waren sie entspannend lange damit beschäftigt. Hier das Arbeitswerkzeug, das uns also seither beim Basteln hier drinnen fehlt.

DSC_1502 (Groß)

Es findet sich eben irgendwann doch alles wieder an. Hoffentlich auch der Autoschlüssel, den ich gerade mal wieder verlegt habe…

DSC_1499 (Groß)

6. November 2012

Äpfel

Abgelegt unter: Garten, Jahreszeiten — Daria @ 09:24

DSC_1140 (Groß)

DSC_1245 (Groß)

DSC_1393 (Groß)

31. Oktober 2012

Schlachtfeld

Abgelegt unter: Garten, Haus — Daria @ 14:24

treffend, oder?

DSC_1376 (Groß)

DSC_1377 (Groß)

was man so für ein paar Abwasserrohre alles buddeln muss…

Ältere Artikel »

Powered by WordPress ( WordPress Deutschland )