Eine Woche Urlaub geht zu Ende. Ab morgen also wieder körperlich etwas weniger anstrengende Arbeit.
Wir haben aber auch wirklich einiges gemacht. Denn unsere Küche soll ja irgendwann einmal Realität werden. Noch einmal zur Erinnerung, was zur Küche noch fehlt:
- Die Tür zwischen Küche und Tenne soll zugemauert werden. Das war noch nicht immer geplant, der “Frühling der Entscheidungen” brachte dies aber so mit sich.
- Die Wand, an der bisher der Heizkörper war, muss noch verputzt werden (wie Pfingsten berichtet).
- Das dort, wo früher der Ofen stand, fehlende Stück Terrazzo muss noch ergänzt werden.
- Die Küche soll einen direkten Zugang nach draußen und dadurch mehr Licht bekommen.
- Dafür muss der vor der Küche angebaute Heizraum verschwinden.
- Dafür muss die Heizung aus dem Heizraum raus.
- Gewählter neuer Ort für die Heizung ist die Speisekammer, die sowieso nicht als Speisekammer nutzbar ist.
- Dafür muss die Steindecke zwischen Speisekammer und Keller neu gemacht werden, da sie rissig ist und sich irgendwann einmal auch schon verschoben hat, wodurch eine Wand schon ein Stück “verschoben” wurde.
- Da der Keller viel größer ist als die Speisekammer, muss die auf der Kellerdecke stehende Trennwand zwischen Speise- und ehemaliger Kornkammer weg. (Kommt aber später wieder.)
Ein Dominostein schiebt also den nächsten an. Der Statiker hat inzwischen die neue Kellerdecke berechnet, es gab also keinen Grund mehr, die beiden letztgenannten Punkte weiter aufzuschieben. Also schön im Baumarkt den Billigst-Bohrhammer gekauft und losgelegt.
Samstag
Das Wegnehmen der Trennwand schreitet gut voran. Hier der Blick aus der Küche durch die Speisekammer durch die Kornkammer (wo das Gerüst steht) durch den Kuhstall (wo das Fahrrad steht).
Während ich eine Menge Staub aufwirbele, fährt Daria den ersten Teil der Wiese mit dem Balkenmäher ab.
Sonntag
Ich sortiere die noch brauchbaren Steine und den Putz und Schutt und fange an, hinter dem Haus einen Schutthaufen zu erzeugen.
Nebenher wird im Garten noch die Baustelle “Buchsbaumhecke versetzen” eröffnet. Ein Teil der Hecke, die quer durch unseren Garten läuft, soll ab nun den Garten von der Wiese trennen.
Montag
Daria mäht die Hecke zu Ende ab, und wir schließen den ersten Teilabschnitt “Buchsbaumhecke” ab. Mal sehen, ob der Buchsbaum anwächst. Er sieht ziemlich zerfleddert aus, aber passt gut an die Stelle:
Im Haus sind die Terrazzo-Herren aktiv und schleifen das neu gegossene Teilstück sowie alle ausgebesserten Teile des alten Belags auf gleiche Höhe.
In der Kornkammer versuche ich, einen misteriösen Betonblock, auf dem irgendetwas landwirtschaftliches befestigt gewesen sein muss, kleinzukriegen. Mein Bohrhammer ist aber irgendwie für die Aufgabe nicht so gut dimensioniert und am Ende des Tages ist nur ein Drittel des Blocks klein.
Dienstag
Es kommt ziemlich spontan ein sehr netter Freund, den wir gebeten haben, die drei kaputten Ziegel am Dach zu wechseln, die mit unserem 7 Meter-Gerüst unerreichbar sind, aber der Bausubstanz (also den Dachsparren) in den letzten Jahren schon immensen Schaden zugesetzt haben. Und der schwingt sich dann auch mal eben von außen die 12 Meter auf den Dachfirst hoch und wechselt. Die nächsten Tage zeigen: Alle wichtigen Stellen bleiben nun trocken, bei Regen kann ich nun endlich beruhigt sein. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal!
Der nette Freund besichtigt auch mal eben mein Betonblock-Problem und leiht mir “richtiges Werkzeug”, also so einen Ein-Meter-langer-Abbruchhammer. Und mit dem ist das Problem Betonblock dann auch innerhalb einer Stunde beseitigt. Nochmal Danke dafür!
Außerdem kommt noch unser netter Nachbar, der Kühe hält, vorbei, fährt mit seinem Traktor und dem Heuwender sehr geschickt zwischen Darias Obstbäumen durch die Wiese und kehrt das Heu damit zusammen. Danach laden wir gemeinsam die Mahd auf einen Anhänger (Theo hilft nach Kräften), wir sind das Grün los und die Jungbullen haben ein bißchen Essen. Auch hier Danke an dieser Stelle!
Mittwoch bis Samstag
Mit dem Ein-Meter-langer-Abbruchhammer frage ich mich, ob wir nicht gleich mal die Kellerdecke entfernen könnten. Weg ist schließlich weg. Und fange an.
Seit dieser Erfahrung habe ich jetzt viel weniger Sorgen, hier könnte irgendetwas einstürzen. Völlig durchgerostete Stahlträger und rissige Oberfläche – aber trotzdem musste man dieser Decke jedes Teilstück mühsam abringen!
Freitag waren wir zur Entspannung nochmal im neuen Harry Potter und haben auf dem Weg noch eine neue Toilette mitgenommen und diese am Samstag gegen die alte ausgewechselt. Nun ist unsere Toilette endlich ansehnlich, und ich konnte mich bei der Arbeit mal von den Abbruch-Geklapper erholen.
Und am Ende, tadadadada, gab es einen Haufen Schutt:

Rechts hinter mir steht ja so ein größerer Stahlkoloss. Das ist der Druckbehälter, in dem früher das aus dem Brunnen kommende Wasser so unter Druck gesetzt wurde, dass es normal durch die Wasserleitungen floss. Von ihm ausgehend gab es bis zu unserem Einzug noch Wasserleitungen in den Kuhstall, Schweinestall, die Melkkammer, und in die Küche sowohl zum Waschbecken, als auch zum Ofen. Ein irgendwie skuriller Zeitzeuge, der jetzt aber gerne von irgendeinem Verschrotter abgeholt werden kann.
Noch einmal, in Großaufnahme, der Stahlträger, auf dem das Gewicht der Kellerdecke und noch dazu die Trennwand und der riesige Betonblock lagen:
Und trotzdem hielt es. War wohl ursprünglich total überdimensioniert.
An anderen Stellen waren die Träger aber noch etwas besser, an einer Stelle sogar wie neu, so dass die Einprägung “Peiner Walzwerke” lesbar war.
Nebenher sind die Terrazzo-Herren in der Küche fertig geworden. Das Ergebnis ist schön, wenn auch der neue Bereich natürlich nicht ganz so aussieht, wie der alte. Doch man kann darüberstreichen und fühlt auch an der Kante keinerlei Fuge, und der ganze alte Terrazzo glänzt jetzt leicht und ist ganz glatt geworden.
Sonntag
Zusammen mit meiner Schwester haben wir zu Dritt den ganzen Schutt aus dem Keller hinter das Haus gebracht. Ein schon ganz ansehnlicher Haufen ist entstanden.
Und der Blick aus der Kornkammer durch den Keller bzw. die Speisekammer auf die Tür zur Küche. Links davon die neuen zugemauerten Steine waren bis letzten Oktober die Tür, die in den Keller führte.

Geplant ist nun: neue Betondecke, im Keller die neuen Hausanschlüsse, oben dann wieder abtrennen und die alte Speisekammer zum sauberen und ordentlichen Hauswirtschaftsraum machen. Momentan kaum vorstellbar, jedenfalls “sauber” und “ordentlich”.
Alternativ: Alles fliesen, Wasser einfüllen, fertig ist der Pool.